Veranstaltungsreihe und Ausstellung – Die deutsch-polnischen Beziehungen - Der Landesbeauftragte für politische Bildung in Schleswig-Holstein


Donnerstag, 1. Juni 2017

Veranstaltungsreihe und Ausstellung – Die deutsch-polnischen Beziehungen

Fragende Blicke wollen wir heute, 72 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, auf die Entwicklung der schwierigen deutsch-polnischen Beziehungen richten. Haben die  jahrzehntelange vorsichtige Annäherung der früheren Kriegsgegner, der Aufbau von Beziehungen auf den verschiedensten Ebenen und das damit gewonnene gegenseitige Vertrauen das Potential, mit dazu beizutragen, freiheitliche Werte und demokratische Strukturen auch unter schwierigen Bedingungen zu erhalten und zu stützen?

Es gilt daher gegenwärtig, die aktuellen politischen Entwicklungen in Polen auch in ihrem geschichtlichen Kontext zu sehen, d. h. z. B. den langen Weg Polens zum Nationalstaat oder die deutschen Verbrechen in Polen von 1939 bis 1945 zu berücksichtigen.

Beispielhaft wollen wir den Blick auf einen gesellschaftlichen Bereich richten, der sonst nicht im Brennpunkt der Öffentlichkeit liegt, aber exemplarisch für gelungene deutsch-polnische Beziehungen stehen kann. Wir wollen beleuchten, wie weit in der Psychiatrie in den vergangenen Jahrzehnten ein gemeinsames, polnisch-deutsches Arbeitsfeld entstanden ist, das paradigmatisch für die Kooperation zwischen Deutschen und Polen stehen könnte und welche Bedeutung die Kunst als Therapie in der Psychiatrie in beiden Ländern hat.


Dieses Arbeitsfeld werden wir mit der Ausstellung von Bildern der polnischen Maler*innen Krzysztof Putanowicz und Katarzyna Gaida aus Krakau in der Zeit vom 5 bis 18. Juni auch optisch darstellen.


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