Montag, 14. Mai 2018

Der Fall Oury Jalloh

Bis heute wirft der tragische Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh Fragen auf: Hat er sich im gefesselten Zustand in der Polizeizelle in Dessau selbst angezündet? Wenn ja, wie hat er das geschafft und warum hätte er dies tun sollen? Oder war Oury Jalloh handlungsunfähig oder sogar schon tot, als sein Körper verbrannte? Stefan Schmidt, der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen beim Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtages, und Amnesty International laden dazu ein, sich über diesen Fall auszutauschen.

Nach der Begrüßung durch Stefan Schmidt führt Rechtsanwältin Beate Böhler in den Fall ein: Was geschah auf jeden Fall in der Nacht von Oury Jallohs Tod im Januar 2005? Wie sind die Ermittlungen, sowie die Straf- und Disziplinarverfahren verlaufen? Im Anschluss legen die Journalistin Margot Overath und der Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Frank D. Stolt verschiedene Therorien zum Geschehen auf und zeigen auf, welche von ihnen noch heute aktuell sind. Abschließend sind die Gäste dazu eingeladen, zu diskutieren und sich auszutauschen. Mit dabei sind Experten wie Rainer Dopp von der Länderkommission der Nationalen Stelle zur Verhinderung von Folter oder Alexander Bosch von der Amnesty-Polizeigruppe in Berlin.