„all in“ – Landesbeauftragter unterstützt Projekt gegen Antisemitismus - Der Landesbeauftragte für politische Bildung in Schleswig-Holstein


Mittwoch, 21. November 2018

„all in“ – Landesbeauftragter unterstützt Projekt gegen Antisemitismus

Heute haben Christian Meyer-Heidemann und Idun Hübner von der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten eine Kooperationsvereinbarung zum Projekt „all in“ unterzeichnet. Der Landesbeauftragte unterstützt das Präventionsprojekt über einen Zeitraum von drei Jahren mit jährlich 5.000 €.

Antisemitische Ansichten sind in der deutschen Gesellschaft noch immer präsent und treten aktuell verstärkt auf: Rechte Bewegungen und ihre Positionen erfahren Zustimmung, aber auch israelfeindliche Ansichten von Geflüchteten aus dem arabischen Raum stellen ein Problem dar. Das Projekt „all in – Transkulturelles Netzwerk gegen Antisemitismus und Rassismus“ begegnet diesen Herausforderungen mit einem kultur- und sprachübergreifenden Ansatz: Es ist egal, ob die jungen  Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Migrationshintergrund haben oder nicht, wichtig ist, dass sie sich mit Antisemitismus, Diskriminierung und Rassismus auseinandersetzen möchten.

Die Workshops und Exkursionen werden auf Deutsch, Farsi und Arabisch angeboten. Sie vermitteln Wissen über den Holocaust und laden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, sich mit eigenen Erfahrungen und Positionen, aber auch mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen. „Der kulturübergreifende Ansatz hat mich überzeugt! Die Begegnung mit anderen Kulturen fördert wechselseitiges Verständnis, Toleranz und Respekt. all in leistet so einen wichtigen Beitrag zur Antisemitismusprävention“, sagt der Landesbeauftragte für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann, zu seiner Motivation, das Projekt zu unterstützen. Damit ist er nicht allein, auch das Bundesfamilienministerium fördert „all in“ mit rund 140.000 € in den nächsten drei Jahren und ermöglicht somit die Arbeit von Projektleiter Ehsan Abri. „Ich freue mich auf das Projekt und hoffe, dass unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich entschieden gegen  Fremdenfeindlichkeit engagieren“, so Abri, der 2013 aus dem Iran nach Deutschland geflüchtet ist.

„all in“ geht es aber nicht allein um die persönliche Haltung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Projekt wird auch ein Netzwerk gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit ins Leben rufen, aus dem heraus weitere Aktionen und Projekte entstehen sollen. „Diese Bemühungen um Nachhaltigkeit sind ein sehr wichtiger Aspekt des Projekts“, erläutert Idun Hübner, Mitglied des geschäftsführenden Teams der ZBBS, den Netzwerkgedanken von „all in“. „Ich hoffe, dass es in dieser Weise noch weit über die Projektlaufzeit hinaus Wirkung entfalten kann.“

Auch die Fachhochschule Kiel unterstützt das Projekt: Für die Organisation steht eine studentischen Hilfskraft zur Verfügung. Außerdem begleitet Britta Thege vom dortigen Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity das Projekt inhaltlich: „Hiermit zeigen wir einen Beitrag zur gesellschatlichen Verantwortung.“ 

Britta Thege, Michael Holldorf, Christian Meyer-Heidemann, Idun Hübner und Ehsan Abri

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