Wir brauchen mehr Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund in der Politik! - Der Landesbeauftragte für politische Bildung in Schleswig-Holstein


Donnerstag, 2. Mai 2019

Wir brauchen mehr Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund in der Politik!

Im traditionsreichen Ständesaal im Schleswiger Rathaus hatten bei unserer Veranstaltung „Mein Weg in die Politik“ 70 Schülerinnen die Gelegenheit zum Austausch mit sechs Politikerinnen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Landesbeauftragten für politische Bildung in Kooperation mit dem Kreis Schleswig-Flensburg.

Zunächst begrüßte Frau Dr. Julia Pfannkuch, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Ordnung der Stadt Schleswig die Teilnehmerinnen und wies darauf hin, dass es immer noch zu viele Hürden für Frauen in der Politik gebe.
Anschließend kamen zwei Männer zu Wort – die einzigen an diesem Nachmittag.

Dr. Christian Meyer-Heidemann betonte in seinem Grußwort: „Die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren ist ein guter Anlass um die Aufmerksamkeit auf den Handlungsbedarf zu richten, dass Frauen in der Politik immer noch unterrepräsentiert sind. Besonders wichtig ist, dass nicht nur abstrakte Forderungen nach mehr Frauen in der Politik ausgesprochen werden, sondern dass wir aktiv Mädchen und junge Frauen ermutigen, sich politisch zu engagieren.“

Auch Stephan Asmussen, Leiter des Fachbereichs für regionale Integration des Kreises Schleswig-Flensburg begrüßte das Interesse der anwesenden Schülerinnen und unterstrich, dass zu einer gelingenden Integration auch eine politische Teilhabe gehöre.

Die Moderatorin Toska Jakob führte mit einem Impulsvortrag zur geschichtlichen Einordnung des Frauenwahlrechts ins Thema ein. Daraufhin diskutierte sie mit Aydan Özoğuz (ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration) die aktuelle Situation der nach wie vor unterrepräsentierten Frauen in deutschen Parlamenten. Anschließend schilderten die Politikerinnen Madina Assaeva (CDU, Ratsfrau der Landeshauptstadt Kiel), Julia Brüggen (AfD, Ratsfrau der Landeshauptstadt Kiel), Serpil Midyatli (SPD, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages), Aminata Touré (Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages) und Katharina Vogel (FDP Geschäftsführerin der FDP-Kreistagsfraktion des Kreises Nordfriesland) den Teilnehmerinnen ihren politischen Werdegang sowie Schlüsselmomente für ihr politisches Engagement.

Daraufhin hatten die Schülerinnen im SpeedDating mit den Politikerinnen die Möglichkeit, weitere Fragen zu deren politischen Biographien, aber auch zu politischen und gesellschaftlichen Themen zu besprechen. So wurden in Kleingruppen sowohl die Teilhabe von Frauen und die Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund diskutiert. Ebenso waren Abtreibung, Frauenquote, Fridays for future und Chancengleichheit Themen, die die Schülerinnen interessierten.

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