Resilienz der Demokratie
Freitag, 25. September, 18.30 Uhr
InnoPier
Martensdamm 6
24103 Kiel
Das Grundgesetz schützt die Grundrechte. Zugleich enthält es – aus der geschichtlichen Erfahrung der nationalsozialistischen Machtübernahme heraus – rechtliche Instrumente zu seinem eigenen Schutz, die „wehrhafte Demokratie“.
Doch eines kann das Grundgesetz nicht garantieren: dass die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in das politische System haben. Gegenwärtig beobachten wir einen Vertrauensverlust großer Teile der Bevölkerung in die Handlungs- und Funktionsfähigkeit des Staates. Die Gefahr ist real: Zweifel an demokratischen Akteuren, Institutionen und Prozessen können dazu führen, dass Menschen bereit sind, sich für Parteien und Systeme jenseits der liberalen Demokratie zu öffnen. Eine resiliente Demokratie muss vielfältige Antworten auf den Vertrauensverlust finden. Wir müssen in den Maschinenraum des Staates blicken und die Gelingensbedingungen für seine Handlungsfähigkeit stärken. Nötig ist ein kraftvolles Zukunftsnarrativ, das Orientierung bietet. Wir müssen der affektiven Polarisierung entgegentreten. All dies erfordert auch eine Veränderungsbereitschaft demokratischer Akteure.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein von Gegen Vergessen – Für Demokratie statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird Herr Günter Neugebauer aus seinem langjährigen Amt als Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft verabschiedet.
Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis zum 27.07.2026 für die Veranstaltung an. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
Zur AnmeldungProgramm
Begrüßung
Dr. Christian Meyer-Heidemann
Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein
Grußwort
Daniel Günther
Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein
Vortrag
Prof. Dr. Andreas Voßkuhle
Präsident des Bundesverfassungsgerichts a. D. und Vorsitzender von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Fragen aus dem Publikum
Übergabe der Sprecherfunktion der Landesarbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
von Günter Neugebauer an Dr. Stephan Linck und Jens Binckebanck