Neuheiten: Sport im Abseits

Sport im Abseits

Nationalsozialismus, Diskriminierung, Juden
4,50 €
Beschreibung

Die Geschichte der jüdischen Sportbewegung im nationalsozialistischen Deutschland

Henry Wahlig

Es gehörte zur nationalsozialistischen Herrschaft, sehr bald nach 1933 jüdische Sporttreibende in jeder nur denkbaren Weise durch Schikanen und Verbote zu marginalisieren. Damit waren jüdische Sportvereine einerseits ihres öffentlichen Wirkens beraubt, andererseits wurden sie zu einem Rückzugsort jüdischen Vereinslebens. Noch Mitte der 1930er-Jahre waren sie mit knapp 50.000 Mitgliedern eine der größten Organisationen jüdischen Lebens in Deutschland. Der Sport und die Vereine boten Juden in der Allgegenwärtigkeit von Ausgrenzung, Stigmatisierung und Übergriffen zeitweise einen geschützten Raum, der Selbstbehauptung, Erfolge und soziale Kontakte erlaubte.

Diese Studie leuchtet auf der Basis zahlreicher neuer Quellen aus, wie sich die Diskriminierung der jüdischen Sportbewegung paradoxerweise zum stabilisierenden Element im Leben der Verfolgten entwickeln konnte. Zu Beginn der 1940er-Jahre bereitete der NS-Rassenwahn auch dieser letzten Zuflucht jüdischen Gemeinschaftslebens ein Ende.

Bonn 2015
264 Seiten

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Außerdem verwenden wir Vimeo und Youtube zur Darstellung von Videos sowie das Webanalyse-Tool Matomo. Nähere Informationen entnehmen Sie unsererer Datenschutzerklärung.