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Tablet mit der App Stolpersteine Digital
Bildrechte: Dataport AöR

Stolpersteine Digital

Die App „Stolpersteine Digital“ informiert über die Biographien der Opfer des Nationalsozialismus und erzählt ihre Lebens- und Leidensgeschichten.

Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal in Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus. Sie erinnern an die Menschen, die während der zwölfjährigen Terrorherrschaft verfolgt, vertrieben, in den Suizid getrieben oder getötet wurden. Der Künstler Gunter Demnig begann in den 1990er Jahren mit quadratischen Messingtafeln an die individuellen Schicksale hinter den unvorstellbaren Gräueltaten zu erinnern. Mittlerweile wurden europaweit über 100.000 Steine am letzten frei gewählten Wohnort der jeweiligen Person verlegt, davon circa 90.000 in Deutschland. Stolpersteine enthalten in der Regel Angaben über den Namen der/des Verfolgten, das Geburts- und Todesdatum sowie den Todesort und – wenn bekannt – knappe Angaben zur Todesursache.

Die App „Stolpersteine Digital“ informiert über die Biographien der Opfer des Nationalsozialismus und erzählt ihre Lebens- und Leidensgeschichten. Im Nationalsozialismus wurde den Opfern auf grausame Weise ihre Individualität geraubt. Durch die Informationen in der App wird ihnen diese Individualität ein Stück weit zurückzugeben und so ein personalisiertes Erinnern und Gedenken möglich zu machen. Stolpersteine Digital kann kostenlos im App Store sowie im Google Play Store heruntergeladen werden.

Wer betreibt Stolpersteine Digital?

Der Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig-Holstein hat 2023 die App unter dem Namen „Stolpersteine SH“ veröffentlicht. Ursprünglich war sie nur für Schleswig-Holstein konzipiert und wurde technisch vom IT-Dienstleister Dataport AöR realisiert. Aufgrund des hohen Interesses aus ganz Deutschland wurde die App Anfang 2025 umbenannt in „Stolpersteine Digital“. In Kooperation mit den Landeszentralen für politische Bildung Bremen und Mecklenburg-Vorpommern wurden erste Modellregionen dieser Bundesländer eingebunden. Aktuell (Stand September 2026) sind auch die Landeszentralen Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlands Kooperationspartner von „Stolpersteine Digital“. In Brandenburg ist zudem das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus an der inhaltlichen Betreuung der App beteiligt. Die Bundeszentrale für politische Bildung fördert einen bundesweiten Rollout bis Ende 2027.

Wo finde ich Unterrichtsmaterialien?

Auf der Website stolpersteine.digital werden Unterrichtsmaterialien zum Thema Stolpersteine bereitgestellt. 

Woher stammen die Informationen in der App?

Die zu den jeweiligen Stolpersteinen hinterlegten biografischen Texte stammen in der Regel von den Einzelpersonen bzw. Initiativen, die sich vor Ort für die Verlegung des jeweiligen Steins engagiert haben. Die Autorinnen und Autoren bzw. die genutzten Quellen sowie weiterführende Literatur und Links werden in der App genannt und haben der Nutzung der Texte zugestimmt – oder die biografischen Texte waren dank Creative Commons-Lizenzen frei verfügbar, beispielsweise über Wikipedia.

Wie viele Stolpersteine sind bereits digital erfasst und welche Regionen fehlen noch?

Aktuell (Stand November 2026) befinden sich über 9.000 Steine in der App – alle bekannten Steine in Schleswig-Holstein, dem Saarland und Bremen (außer Bremerhaven) sowie Steine in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Ausweitung der App auf weitere Regionen ist in Arbeit.

Wie erfahre ich mehr über die App?

Sie können uns an stolpersteine.lbpb@landtag.ltsh.de eine E-Mail schreiben oder uns zu unseren telefonischen Erreichbarkeitszeiten unter 0431 988 1646 anrufen.

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Zur statistischen Auswertung setzt der Landesbeauftragte für politische Bildung auf seiner Website „Matomo“ ein. Matomo ist eine Open-Source-Software zur Analyse von Zugriffen auf Internetseiten. Zu diesem Zweck möchte die Software auf Daten zugreifen und Cookies auf Ihrem Browser ablegen. Hierzu benötigen wir Ihre Einwilligung.

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