Daseinsvorsorge - was gehört in die öffentliche Hand?
Mittwoch, 16. August 2023, 19.30 Uhr
Kulturzentrum Marstall am Schloss e.V.
Lübecker Str. 8
22926 Ahrensburg
„Wohnen, Verkehr, Gesundheit: In der 90er Jahren wurden viele Aufgaben, die zuvor der Staat erledigte, dem Markt überlassen In der Krisenzeit erleben die Menschen nun, wie wichtig eine funktionierende und bezahlbare Infrastruktur ist“. So beginnt der Radio-Beitrag von Caspar Dohmen für den Deutschlandfunk unter dem Titel „Wiederentdeckt in der Krise. Die Renaissance der öffentlichen Daseinsvorsorge“.
Aus der Bundesbahn wurde die Deutsche Bahn, eine Aktiengesellschaft. Der staatseigene Post-, Logistik- und Fernmeldebetrieb Deutsche Bundespost wurde 1995 im Zuge einer Postreform in die privatwirtschaftlichen Aktiengesellschaften Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG und Deutsche Postbank übergeleitet. Nach dem Auslaufen der Konzessionsverträge mit den Energieversorgungsunternehmen für Strom und Gas haben Kommunen im Zuge der Liberalisierung der Energiepreise die Gas- und Stromnetze zurückgekauft und eigene Stadtwerke oder Energieunternehmen gegründet.
In den 1990er Jahren haben viel Städte ihre kommunalen Wohnungen veräußert und können jetzt keinen bezahlbaren Wohnraum mehr anbieten. Krankenhäuser und Altenheime wurden in private Trägerschaften gegeben – waren das kluge, gemeinwohlorientierte Entscheidungen?
Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Daseinsvorsorge“, welche Rolle spielt das Verhältnis von Staat und Privatwirtschaft, welche Aufgabe kommt den Kommunen zu? Welche Aufgaben sollten in der öffentlichen Hand verbleiben und warum?
In der jetzigen Zeit, die von vielen Krisen gekennzeichnet ist- Klimawandel, Ukraine-Krieg, Inflation- kommt es auf eine zukunftssichernde Daseinsvorsorge an. Wie kann sie aussehen?
Diese Themen wird Caspar Dohmen im Gespräch mit Ursula Pepper erörtern.
Caspar Dohmen, Jahrgang 1967, hat in Köln Medizin, Volkswirtschaftslehre und Politik studiert und sein Studium als Dipl. Volkswirt in sozialwissenschaftlicher Richtung abgeschlossen. Er war zwölf Jahre lang als Redakteur beim Wiesbadener Kurier, Handelsblatt und der Süddeutschen Zeitung tätig. Seit 2012 arbeitet er als selbständiger Autor für Print und Radio.
Die Veranstaltung wird vom Kulturzentrum Marstall in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung durchgeführt.
Anmeldung
Es ist keine Anmeldung erforderlich. Eintritt frei.
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