Der Brandanschlag in der Lübecker Hafenstraße – 30 Jahre danach
Dienstag, 13. Januar 2026, 18.00 Uhr
Landeshaus,
Schleswig-Holstein Saal
Düsternbrooker Weg 70,
24105 Kiel
Am 18.01.1996 starben in Lübeck bei einem Brand in einer Unterkunft für Asylsuchende sieben Kinder und drei Erwachsene, weitere 38 Personen wurden verletzt. Wir möchten mit dieser Veranstaltung dieser Menschen gedenken und an die Ereignisse vor 30 Jahren erinnern.
Bis heute wurde nicht juristisch geklärt, wer den Brand in der Hafenstraße gelegt hat. Von Polizei und Justiz wurden damals zwei Thesen verfolgt: Einerseits wurde ein Bewohner der Hafenstraße 52 zweimal wegen des Brandes angeklagt und zweimal freigesprochen. Andererseits wurde gegen vier junge Männer aus Grevesmühlen ermittelt, die an dem Abend am Tatort waren und von denen drei frische Brandspuren an ihren Haaren aufzeigten. Die vier waren Teil der rechtsextremen Szene. Gegen sie wurde ermittelt, aber keine Anklage erhoben.
Was ist damals passiert? Warum wurde bis heute niemand für diese Brandstiftung verurteilt? Wie hat sich die Erinnerung an den Brandanschlag der Lübecker Hafenstraße 52 über die letzten 30 Jahre verändert? Wie sieht die gesellschaftliche Aufarbeitung dieses Brandes aus?
Programm
Begrüßung
Dr. Christian Meyer-Heidemann, Landesbeauftragter für politische Bildung
Grußwort
Prof.‘in Dr.‘in Kerstin von der Decken, Ministerin für Justiz und Gesundheit
Podiumsgespräch
Michael Bouteiller, ehemaliger Bürgermeister der Hansestadt Lübeck
Gabriele Heinecke, Rechtsanwältin
Jan Kürschner, Vorsitzender des Innen- und Rechtsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtages
Jana L. Schneider, Vertreterin der Initiative Hafenstraße `96
Moderation: Corinna Below, Journalistin
Wir gedenken der Opfer des Brandanschlags:
Monica Maiamba Bunga
Nsuzana Bunga
Christine Makodila
Christelle Makodila Nsimba
Sylvio Bruno Comlan Amoussou
Rabia El Omari
Françoise Makodila Landu
Jean-Daniel Makodila Kosi
Legrand Makodila Mbongo
Miya Makodila
Radikal höflich
Wie kann ich im Alltag eine klare Haltung gegen menschenfeindliche, ausgrenzende und verschwörungserzählerische Aussagen zeigen?
Damals in der Rosenstraße
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