Wie weiter mit den Gedenkstätten? - Der Landesbeauftragte für politische Bildung in Schleswig-Holstein


Erinnerungsorte

Wie weiter mit den Gedenkstätten?

Montag, 14. November 2016
18.00
Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landtages

„Erinnerung braucht Zukunft“ – auch in Schleswig-Holstein. Die hiesigen Gedenkstätten und Erinnerungsorte halten die Erinnerung an die Opfer und Verbrechen nationalsozialistischer Herrschaft wach. Getragen werden diese Orte insbesondere von bürgerschaftlichen Initiativen und Vereinen, aber auch von Kommunen und den Kirchen. Die Bildungsarbeit an den zahlreichen und über das gesamte Land verteilten authentischen Orten in Ahrensbök, Husum-Schwesing, Kaltenkirchen, Kiel, Ladelund und anderswo hat eine andauernd hohe gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung. Sie übernehmen damit immer wieder eingeforderte gesellschaftliche Aufgaben: die Förderung von Frieden und Demokratie, die Aufarbeitung der NS-Geschichte, die Vermittlung von grundlegenden Werten wie Toleranz und Respekt insbesondere an Jugendliche sowie die Abwehr rechtsextremer Geschichtsbilder. Diese Aufgaben sind heute wichtiger denn je.

Es gibt also gute Gründe für die entschlossene Fortsetzung und Weiterentwicklung der erstmals systematisch entwickelten Gedenkstättenpolitik der amtierenden Landesregierung. Zentrale Entwicklungsprobleme harren weiterhin einer Lösung, insbesondere die nach wie vor zu beklagende Unterfinanzierung der Erinnerungsarbeit und die damit fragile Absicherung professioneller Vermittlungsarbeit. Dies steht in einem krassen Gegensatz zu dem hohen Potenzial für die besonders an Jugendliche gerichtete politisch-historische Bildungsarbeit, über das alle Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein verfügen.

Die Zukunft der Erinnerung an den Nationalsozialismus hierzulande wollen wir mit Abgeordneten aller Fraktionen des Schleswig-Holsteinischen Landtages diskutieren. Auch mit Blick auf die Landtagswahl am 7. Mai 2017 wollen wir konkretisieren, wie eine Weiterentwicklung und Stärkung der Bildungsarbeit in den Gedenkstätten und Erinnerungsorten in Schleswig-Holstein als ein wichtiger Teil der bildungs- und kulturpolitischen Agenda der nächsten Landesregierung umgesetzt werden soll.

Programm

Begrüßung:
Marlies Fritzen, Zweite Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages

Grußwort:
Dr. Christian Meyer-Heidemann, Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein

Grußwort:
Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein

Thematische Einführung:
Uta Körby, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein

Diskussion:
Sönnichsen, Peter, CDU
Raudies, Beate, SPD
Fritzen, Marlies, Bündnis 90/Die Grünen       
Klahn, Anita, FDP
Krumbeck, Sven, Piraten
Harms, Lars, SSW

Moderation: Carsten Kock

Anmeldung

bis zum 11. November 2016 per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch 0431 988 1646

Kostenlose Parkmöglichkeiten stehen im Parkhaus Reventlouallee zur Verfügung. Anreise im ÖPNV mit den Buslinien 41 und 42 (Haltestelle “Landtag”) sowie Buslinie 51 (Haltestelle “Reventloubrücke”).

Der Eintritt ist frei, lediglich der Personalausweis ist erforderlich.

Ein barrierefreier Zugang ist gewährleistet.

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