Juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts in Schleswig-Holstein - Der Landesbeauftragte für politische Bildung in Schleswig-Holstein


Juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts in Schleswig-Holstein

Dienstag, 9. April 2019
18.00 Uhr
Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht
Gottorfstraße 2
24837 Schleswig

Tausende Menschen haben sich während der nationalsozialistischen Diktatur auch in Schleswig-Holstein an der Verfolgung, Unterdrückung, Entwürdigung und Ermordung von politischen Gegnern, Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, „Asozialen“ und „Erbkranken“ beteiligt oder sich in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten als Zivilangestellte, Soldaten oder SS-Angehörige unvorstellbarer Verbrechen schuldig gemacht. Dennoch sind nach 1945 nur wenige Menschen für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen und vergleichsweise milde bestraft worden. Lag es an der personellen Kontinuität, weil viele Angehörige der Staatsanwaltschaft und Gerichte selbst am NS-Unrecht beteiligt und schwer belastet waren? Und wie hat die Gesellschaft darauf reagiert? Hans-Ernst Böttcher, ehemaliger Präsident des Landgerichts Lübeck, wird über die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts in Schleswig-Holstein referieren. Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit der schleswig-holsteinischen Landesarbeitsgemeinschaft von „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ durchgeführt.

Eine Zusammenfassung der Veranstaltung finden Sie hier.

Programm

Begrüßung
Rainer Hanf
Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts

Begrüßung
Berndt Steincke
Sprecher der regionalen Arbeitsgemeinschaft Westküste von „Gegen Vergessen – Für Demokratie“

Grußwort
Dr. Christian Meyer-Heidemann
Landesbeauftragter für politische Bildung

Vortrag
Hans-Ernst Böttcher
Präsident des Landgerichts Lübeck i. R.

Diskussion

Schluss
Günter Neugebauer
Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft von „Gegen Vergessen – Für Demokratie“

Anmeldung

Anmeldung bis Freitag, 5. April 2019.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, die Anzahl der Plätze leider begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bei uns berücksichtigt.

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Der Eintritt ist frei, lediglich der Personalausweis ist erforderlich. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und gegebenenfalls ausgestrahlt. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der Aufnahme, Speicherung und Veröffentlichung von Bild- und Tonmaterial einverstanden.

Foto: Kreisarchiv Stormarn: I1/34126 (Nachlass Raimund Marfels). Das Foto zeigt einen Entnazifizierungsausschuss in der Aula der Königin-Luise-
Schule, Bad Oldesloe. Verhört wird der ehemalige NSDAP-Kreisleiter Erich Friedrich.

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