Cap Arcona – Autopsie eines Verbrechens
Am 3. Mai 1945, nur wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ereignete sich in der Lübecker Bucht eine der größten Schiffskatastrophen der Menschheitsgeschichte. Britische Bomber versenkten das deutsche Passagierschiff „Cap Arcona“ und den Frachter „Thielbek“ vor Neustadt in Holstein, ohne zu wissen, dass auf den Schiffen tausende Menschen – hauptsächlich aus dem Hamburger Konzentrationslager Neuengamme verlegte Häftlinge – inhaftiert waren. Mehr als 7.000 Menschen kamen dabei ums Leben, nur wenige der Inhaftierten überlebten die Katastrophe.
Heute erscheint bei uns der Film „Cap Arcona – Autopsie eines Verbrechens“, der die Ereignisse in der Neustädter Bucht zusammenfasst und die Frage beantwortet, wer für den Tod so vieler Menschen verantwortlich war. Der Film wurde gedreht von Karl Hermann Leukert und Dietmar Gust. Der Landesbeauftragte für politische Bildung und die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern haben den Film gemeinsam unterstützt.
Der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Jochen Schmidt, und der Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig-Holstein, Dr. Christian Meyer-Heidemann, zeigen sich erfreut über die Realisierung des Films: „Der Film zeigt die unfassbare Katastrophe, die sich Anfang Mai 1945 in der Neustädter Bucht abspielte, und benennt klar, wer Opfer und wer Täter war. Zugleich fasst er prägnant den aktuellen Forschungsstand zusammen. Für die historisch-politische Bildungsarbeit ist der Film deshalb von besonderem Wert. Vielen Dank an dieser Stelle den Filmemachern sowie Wilhelm Lange und Sven Schiffner für ihr jahrelanges Engagement, mit dem sie die Erinnerung an das Schicksal der über 7.000 Opfer der Cap Arcona-Katastrophe wachhalten.“
Im letzten Jahr hat der Landesbeauftragte für politische Bildung Unterrichtsmaterial zur Cap Arcona herausgegeben, das im Shop bestellt und in der Infothek heruntergeladen werden kann.
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