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Extremismus­prävention

Verschiedene Erscheinungsformen des Extremismus gefährden die Demokratie und stellen eine Herausforderung für die politische Bildung dar.

Es gehört zur Aufgabe der politischen Bildung, durch Information, Aufklärung und handlungsorientierte Projekte einen Beitrag zur Prävention jeglicher Form von Extremismus zu leisten. Neben dem drängenden Problemfeld des Rechtsextremismus sind der religiös begründete Extremismus und Linksextremismus bzw. Linke Militanz von Bedeutung. Zunehmend gehören auch Projekte zur Aufklärung über Rechtspopulismus und rechtspopulistische Strategien zum Aufgabenfeld der politischen Bildung.

Die Bildungsangebote des Landesbeauftragten für politische Bildung im Bereich der Extremismusprävention sollen demokratisches, wertorientiertes und mündiges Denken und Handeln fördern. Sie sollen Urteilskraft, Konfliktfähigkeit, Toleranz und gegenseitige Akzeptanz stärken, um menschenfeindliche, rassistische, antisemitische und antidemokratische Einstellungen zu verhindern.

Neben der Vermittlung historischer Fakten – insbesondere über den Nationalsozialismus – ist das Wissen über die Vorzüge und Funktionsweisen unseres demokratischen Rechtsstaates von zentraler Bedeutung. Insgesamt geht es darum, ein Verständnis für die Komplexität von Politik und Vertrauen in die demokratischen Institutionen zu schaffen, um so den Entstehungsbedingungen von Radikalisierung und Extremismus vorzubeugen.

Zesprungene Glasscheibe in einer Bushaltestelle
Foto: Amber Kipp auf Unsplash

Der Landesbeauftragte für politische Bildung bietet daher Veranstaltungen zu den Themenfeldern Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit an. Neben Radikalisierungsprozessen sowie der Geschichte und Entstehungsbedingungen von Extremismus werden auch aktuelle Erscheinungsformen in den Blick genommen. So haben wir beispielsweise eine Lesung von Andreas Speit aus seinem Buch „Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr“ oder einen Webtalk mit Alice Hasters zu ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen: aber wissen sollten“ durchgeführt.   

Weiterhin bieten wir Workshops und Fortbildungen für Akteur*innen der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung an, die einerseits Methoden zur Vermittlung und andererseits handlungsbezogen den Umgang mit Extremismus und Rassismus, z. B. in der Jugendarbeit, thematisieren. Das Weiterbildungsangebot umfasst auch Fortbildungen für Lehrkräfte, die Extremismus als Thema im Politikunterricht in der Schule behandeln.  

Radikalisierungsprozesse werden zunehmend durch das Internet verstärkt, insbesondere durch soziale Medien. Unsere Bildungsangebote greifen daher auch Rassismus, Extremismus und Antisemitismus im Netz auf. Dabei spielen die Phänomene Hate Speech, Fake News und Verschwörungserzählungen eine besondere Rolle, da sie von Extremist*innen gezielt genutzt werden, um die digitale Öffentlichkeit für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

In unserem Online-Shop stellen wir eine Vielzahl an Büchern, Broschüren und weiteren Publikationen zum Thema zur Verfügung. Diese greifen beispielsweise den Unterschied zwischen Extremismus und Populismus auf oder behandeln extremistische Ideologien.

Außerdem ist der Landesbeauftragte Partner im Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Weitere Informationen

Die Infoseite echtjetzt?! bietet Unterrichtsmaterialien, Beratungsangebote und Studien zum Thema Verschwörungserzählungen.

In der Infothek finden Sie Webtalks mit Alice Hasters zum Thema Alltagsrassismus und mit Katharina Nocun zu Verschwörungsmythen.

Außerdem können Sie in unserem Shop viele Bücher zu den Themen Rechtsradikalismus, Linksextremismus und Populismus bestellen.