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Zwei Jugendliche stehen an einem Geländer.
Foto: Nicholas Swatz via pexels.com
Fachtag für päd. Fach- und Lehrkräfte

Antidiskriminierungstag

Donnerstag, 10. September 2026, 9.00 bis 16.00 Uhr

Veranstaltungszentrum Kiel
Faluner Weg 2
24109 Kiel

Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegentreten: Fachtag für päd. Fach- und Lehrkräfte

Das Erstarken rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien und Einstellungen in der Gesellschaft stellt pädagogische Fach- und Lehrkräfte in Schule vor neue Herausforderungen. Die Forderung nach einer vermeintlichen „Neutralität“ von Schule, die unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit erhoben wird, erfordert eine Selbstvergewisserung über die eigenen pädagogischen Handlungsgrundlagen. Wie können Lehrkräfte gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschieden entgegentreten?

Schulen sind ein Abbild der Gesellschaft. Kinder und Jugendliche spiegeln wider, was sie in der Familie, bei Freund:innen oder in Social Media hören und sehen. Und auch Erwachsene tragen vermehrt gesellschaftliche Konflikte in die Schule. Dabei tauchen immer wieder Äußerungen und Handlungen auf, die sich von den Werten des Grundgesetzes entfernen und beispielsweise Minderheiten angreifen. Alle an Schule arbeitenden Professionen sind aus diesem Grund vermehrt gefordert, diese Herausforderungen zu bewältigen und für eine klare demokratische, menschenrechtsbasierte und rechtsstaatliche Haltung einzustehen. 

Doch oft ist nicht klar, wie dies genau gelingen kann. Wie erkenne ich rechtsextremistische Codes? Wie gehe ich mit rassistischen Äußerungen um? Wie thematisiere ich diversitätssensibel und diskriminierungsfrei kontroverse politische Themen und fördere gleichzeitig eine wertschätzende Diskussionskultur in Schule? 

Vor diesem Hintergrund laden der Landesbeauftragte für politische Bildung und die GEW Schleswig-Holstein zum Antidiskriminierungstag ein. Der Fachtag soll in einem Hauptvortrag und verschiedenen Workshops unterschiedliche Ausdrucksformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit thematisieren, praktische Hilfestellung für das unterrichtliche und pädagogische Handeln geben und zum Austausch anregen.

Der Fachtag wurde vom IQ.SH als offizielle Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Für die Anerkennung eines „dringenden dienstlichen Interesses“ und einer Dienstbefreiung sind im Einzelfall die Schulämter bzw. die Schulleiterinnen und Schulleiter zuständig.

Programm

ab 8:45 Uhr Einlass

9:00 Uhr Ankommen

9:30 Uhr Begrüßung
Dr. Christian Meyer-Heidemann, Landesbeauftragter für politische Bildung und Marina Griesbach, stellv. Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Schleswig-Holstein

10:00 Uhr Vortrag und Diskussion mit
Prof. Dr. Ellen Kollender, Pro­fes­sorin für Inklusion und Diversität am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Leu­pha­na Uni­ver­sität Lüne­burg

12:00 Uhr Mittagspause und Markt der Möglichkeiten mit:

  • Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus (RBTs),
  • Kieler Antigewalt- und Sozialtraining (KAST) e.V., 
  • Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA),
  • Zentrum für Betroffene rechter Angriffe (ZEBRA) e.V. inkl. Unterlagen der Landesweiten Informations- und Dokumentationsstelle Antisemitismus (LIDA) SH,
  • Präventions- und Beratungs­stelle gegen religiös begründeten Extremismus (PROvention) e.V.,
  • LBpB,
  • GEW SH,
  • SCHLAU Kiel
  • Aktion Kinder- und Jugendschutz (AKJS) und weitere folgen 

    13:30 Uhr Workshop zur Wahl:
  1. Antimuslimischer Rassismus (PROvention)

  2. Die Macht der Narrative: Wie Verschwörungserzählungen Feindbilder konstruieren beizusteuern? (Tom Willumeit und Udo Gerigk, KAST e. V. / Videre)

  3. Von TikTok in die Klasse - Rechtsextremismus und demokratische Haltungen im Kontext Schule (Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel)

  4. Nicht neutral! Wie politisch darf die Schule sein? (Dr. Christian Meyer-Heidemann/Nils Quentel, Landesbeauftragter für politische Bildung)
  5. Behinderungsbasierte Diskriminierung im Schulkontext (Dorothee Marx, CAU Kiel)

  6. Demokratie verteidigen - Warum Lehrkräfte nicht neutral bleiben dürfen! (Marina Griesbach, stellv. Landesvorsitzende GEW SH / Marten Hadenfeldt, Lehrkraft)

  7. Retraumatisierung durch Rassismuserfahrungen (Eric Matern)

  8. Der Nahost-Konflikt im Klassenzimmer: Polarisierungen aufbrechen, antisemitischen und rassistischen Narrativen begegnen (Dr. Rosa Fava)

15:45 Uhr Abschlussplenum

Detaillierte Workshopbeschreibungen
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