Die Demokratie stirbt im Dunkeln – Anspruch und Wirklichkeit der „vierten Gewalt“
Donnerstag, 29.01.2026, 19.00 Uhr
Gesundheitszentrum
Westerstraße 30
25761 Büsum
„Ohne Pressefreiheit ist die Demokratie bankrott.“
Deutlicher und prägnanter als mit den Worten des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker lässt sich das Verhältnis zwischen freier Presse und Demokratie wohl kaum zum Ausdruck bringen.
Die Pressefreiheit steht unter dem Schutz des Grundgesetzes und wird im Vergleich zu autokratischen Regierungsformen von Staats wegen gewährt und geschützt.
Dabei erfüllt die Presse eine öffentliche Aufgabe, indem sie Nachrichten beschafft und verbreitet, Stellung nimmt oder Kritik übt, damit die Bürger und Bürgerinnen sich eine eigene Meinung bilden und mitbestimmen können. In ihr finden sich Informations-, Meinungsbildungs- und Kontrollfunktion wieder, was ihr auch den Titel der Vierten Gewalt zuschreibt. Eine besonderen Einfluss üben dabei die Leitmedien und die öffentlich- rechtlichen Rundfunkanstalten aus.
Und trotz der in Deutschland sichergestellten Pressefreiheit nimmt die Wahrnehmung zu, dass immer mehr Bürger sich von der Presse nicht mehr gut informiert fühlen oder sogar eine ablehnende Haltung gegenüber der Presse zeigen. Liegt diese Entwicklung an einer ständig zunehmenden Medienflut, an der Aufnahmebereitschaft oder -fähigkeit der Leser oder an der Qualität der Medien?
Frank Zabel hat mehr als 30 Jahre lang als Journalist gearbeitet, unter anderem für die „Dithmarscher Landeszeitung“, und war in der Kommunikation für die schleswig-holsteinische Landesregierung und die evangelisch-lutherische Kirche in Norddeutschland tätig. Heute leitet er das Diakonische Werk Dithmarschen. Der Titel seines Vortrages „Die Demokratie stirbt im Dunkeln“ ist die deutsche Übersetzung des Mottos „Democracy Dies in Darkness“, das die Zeitung „The Washington Post“ im Jahr 2017 offiziell zu ihrem Leitspruch machte. Zabel wird sich in seinem Vortrag mit Theorie und Praxis der „vierten Gewalt“ befassen und auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen eingehen.
Der Vortrag ist Teil einer Reihe, die von Burkhard Klär und Volkmar Schadwinkel aus Büsum initiiert und durchgeführt wird. Der Landesbeauftragte für politische Bildung unterstützt die Reihe.
Anmeldung
Es ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.
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