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Kinder am Handy, mithilfe von KI erstellt
Bild: Tim Reckmann, mithilfe von KI erstellt
Vortrag

Soziale Netzwerke und psychische Entwicklung im Kindes- und Jugendalter

Donnerstag, 12. März 2026, 19.00 Uhr

Gesundheitszentrum
Westerstraße 30
25761 Büsum

Neben den großen Themen der internationalen Weltpolitik, bleibt Social Media auch in diesem Jahr fast wöchentlich in den Medien präsent:

09. Januar - Prozessbeginn in Hamburg. Ein 21-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten. Er soll unter dem Pseudonym "White Tiger" als Mitglied der kriminellen Chatgruppe "764" im Internet massiven psychischen Druck auf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 und 15 Jahren ausgeübt haben. Eines seiner Opfer soll er so in den Selbstmord getrieben haben, in fünf weiteren Fällen blieb es beim Versuch.

22. Januar - Das britische Oberhaus stimmt für ein Sozial Media Verbot

26. Januar - Die Europäische Kommission hat eine förmliche Untersuchung gegen X gemäß dem Gesetz über digitale Dienste (DSA) eingeleitet. Sie prüft, ob das Unternehmen die Risiken, die mit der Einführung der Funktionen von Grok verbunden sind, ordnungsgemäß bewertet und gemindert hat. Dazu gehören Risiken im Zusammenhang mit der Verbreitung illegaler Inhalte, wie manipulierte sexuell anstößige Bilder, einschließlich Inhalten, die möglicherweise sexuellen Kindesmissbrauch darstellen.

26. Januar - Die französische Nationalversammlung hat einem Gesetzesentwurf zugestimmt, der die Nutzung sozialer Netzwerke für Minderjährige unter 15 Jahren verbietet.

03. Februar - Spanien folgt dem Beispiel Australiens und will den Zugang zu sozialen Medien für Minderjährige unter 16 Jahren verbieten.

06. Februar - Die Europäische Kommission hat vorläufig festgestellt, dass TikTok aufgrund seines süchtig machenden Designs gegen das Gesetz über digitale Dienste (DSA) verstößt. Dazu gehören Funktionen wie unendliches Scrollen, automatische Wiedergabe, Push-Benachrichtigungen und das stark personalisierte Empfehlungssystem.

Die Gefahr für Kinder und Jugendliche ist und bleibt real. Nach der DAK Mediensucht-Studie 2024 weist trotz eines rückläufigen Trends weiterhin mehr als jedes vierte Kind im Alter zwischen 10 und 17 Jahren in Deutschland ein problematisches Nutzungsmuster im Bereich Soziale Media auf, was mehr als 1,3 Millionen Betroffenen entspricht.

Befragt wurden in dieser Studie auch Eltern. U.a. betrachtet danach die Mehrheit der Eltern die Sicherstellung eines sicheren digitalen Aufwachsens als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und fordert verstärktes Engagement von Schule und Staat. Der Studie zufolge informiert sich nur knapp die Hälfte aller Eltern regelmäßig über Online-Risiken und Vorbeugemaßnahmen.

Dr. Manuel Munz, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein befasst sich im Rahmen der Vortragsreine Demokratie – komplex aber gut mit der Auswirkung von übermäßigem Konsum oder gefährlichen Inhalten in den Sozialen Netzwerken auf die Entwicklung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Dieser Vortrag richtet sich als Angebot insbesondere an Jugendliche und Eltern junger Kinder.

Der Vortrag ist Teil einer Reihe, die von Burkhard Klär und Volkmar Schadwinkel aus Büsum initiiert und durchgeführt wird. Der Landesbeauftragte für politische Bildung unterstützt die Reihe.

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