Walter Kaufmann – Öffentliche Filmaufführung
Donnerstag, 12. Oktober 2023, 18.30 Uhr
Kommunales Kino in der Pumpe
Haßstraße 22, 24103 Kiel
Walter Kaufmann – Welch ein Leben!
Der Dokumentarfilm beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden und der selbst durch einen Kindertransport nach England gerettet wurde. Kaufmann war Romanautor, Seemann, Korrespondent und politischer Aktivist. Er war ein Mann, der die Welt begreifen, beschreiben, verändern wollte. 2021 ist er im Alter von 97 Jahren verstorben.
1956 entschied er sich für ein Leben in der DDR, konnte aber dank seines australischen Passes als Korrespondent die ganze Welt bereisen und so hautnah Eindrücke aus den unterschiedlichsten Ländern sammeln. Der Film folgt seinen wesentlichen Lebenslinien und zeigt seine Berührungspunkte mit großen weltpolitischen Ereignissen: die katastrophalen Folgen des Nationalsozialismus, die Bürgerrechtsbewegung in den USA, die Revolution in Kuba, die Atombombenabwürfe in Japan, der israelisch-palästinensischen Konflikt, der Zusammenbruch der DDR. „Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ verdeutlicht, wie der Schriftsteller bis zu seinem letzten Atemzug gegen den zunehmenden Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus unserer Tage kämpfte.
Wie hat Kaufmann die Wiedervereinigung wahrgenommen? Sah er sich als Deutscher, als Australier, als Jude in der Diaspora, als Kosmopolit? Welche Sicht hatte er auf die rechtsterroristischen Anschläge von Halle und Hanau? Wie war die Zusammenarbeit mit Kaufmann für den Dokumentarfilm? Diese und weitere Fragen wollen wir mit dem Regisseur Dirk Szuszies im Anschluss an die Filmvorführung diskutieren.
Der Film hat die FSK 12 Jahre, die Regisseur:innen empfehlen ein Alter von 14 Jahren.
Am 13. Oktober 2023 gibt es eine Filmvorführung für Schulklassen, hier finden Sie weitere Informationen.
Zukunft gestalten: Wege aus der ökologischen Krise
Die globale ökologische Krise stellt unsere Gesellschaft vor enorme Herausforderung - zugleich eröffnet sie Chancen
Wie schützen, was wichtig ist?
Perspektiven auf demokratische Resilienz in Deutschland und Frankreich
Verhasst-geliebtes Deutschland. Chronik einer deutschen jüdischen Familie
1935 wurde Manfred Eisner in München in eine deutsche jüdische Familie geboren und wuchs zunächst wohlbehütet als Kind des Kapellmeisters
Demokratie in der Zeitenwende – Herausforderung für Staat und Gesellschaft
Europa und Deutschland werden sich zunehmend eigenverantwortlich in einer Welt der Großmächte wirtschafts- und sicherheitspolitisch
„Keeping the culture of remembrance alive” – Schule trifft Erinnerungskultur
Netzwerkveranstaltung von KZ-Gedenkstätten, NS-Erinnerungsorten und Schulen aus Schleswig-Holstein